Verbrecher in polizeiUniform

die Geschichte der düsseldorfer polizei im ns-regime

Das Beste an der Vergangenheit, dachte Terwort, ist, dass sie vorbei ist, sieht man mal ab von ein paar in die Gegenwart hineinreichenden Knochen. (Zitat aus: "Zweihundertsechs Knochen", S. 115)

 

Seit Ende Februar 1945 war Düsseldorf sogenannte Frontstadt. Die "Festung Düsseldorf" sollte nach dem Willen der politischen Führung bis zum Endsieg oder dem heldenhaften Untergang gehalten werden. Wer sich diesem irrsinnigen Befehl widersetzte, der riskierte, von den eigenen Kameraden umgebracht zu werden. So wurden noch in der Nacht zum 17. April 1945, also wenige Stunden vor der Kapitulation Düsseldorfs, fünf Angehörige der Widerstandsgruppe "Aktion Rheinland" in Standgerichtsverfahren wegen Kriegsverrats zum Tode verurteilt und erschossen. Ihr Ziel war es gewesen, die Stadt Düsseldorf kampflos an amerikanische Truppen zu übergeben.


In seinem Kriminalroman schildert Clemens-Peter Bösken, wie auch Düsseldorfer Polizisten an solchen Greueltaten beteiligt waren. Sowohl in ihrer Heimatstadt, als auch in Polen. Der Autor macht das dunkelste Kapitel Düsseldorfer Polizeigeschichte zum Leitthema seines letzten Krimis.

 

Böskens, gebürtiger Düsseldorfer, war bis zu seinem Tode Mitglied des Vereins "Geschichte am Jürgensplatz e.V.", welcher die Geschichte der Düsseldorfer Polizei erforscht. Die Dauerausstellung „Transparenz und Schatten“ zeugt von jener Arbeit, der sich der Mitbegründer und Vorsitzende, Polizeihauptkommissar Klaus Dönecke, seit vielen Jahren mit großem Engagement widmet. Clemens-Peter Böskens würdigt die Leistung Döneckes mit einem literarischen Gastauftritt in seinem Kriminalroman.